Im Gegensatz zu den Froschlurchen und überhaupt fast allen anderen Amphibien, verpaaren sich die Feuersalamander nicht im Frühjahr an oder in den Laichgewässern, sondern während der Sommermonate ausschließlich an Land.

Eine Verpaarung verschafft dem weiblichen Feuersalamander hinreichend männliche Samenflüssigkeit für viele Jahre und Geburten.

Nach 8 bis 9 monatiger Tragzeit wandert das trächtige Feuersalamanderweibchen zum Gebären zu einem geeigneten Gewässer. Neben Still- kommen hierbei auch Fließgewässer in Frage, nach Möglichkeit in fischfreier Quellnähe. Im Wasser werden durchschnittlich 30 weit entwickelte, Kiemen-tragende Larven abgesetzt.

Der Feuersalamander laicht nicht, sondern ist lebengebärend.

Die zunächst 25 bis 35 Millimeter kleinen Larven des Feuersalamanders sind anfangs unscheinbar bräunlich gefärbt. Sie haben äußere Kiemenbüschel und von Anfang an vier Beine. Erkennungsmerkmale sind:

Der Kopf  ist merklich breiter als der Rumpf und an allen vier Oberschenkeln befindet sich ein heller gelblicher Fleck.

Im Heranwachsen bildet sich nach und nach die für Feuersalamander typische Fleckung oder Bebänderung aus und die Kiemen bilden sich langsam zurück.

Die Musterung jedes Feuersalamanders ist einzigartig und hat Wiedererkennungswert.

Die Larve hält sich dann zunehmend an der Wasseroberfläche auf, bis sie schließlich ihr Larvalgewässer verlässt und fortan an Land lebt. In Abhängigkeit von der Wassertemperatur vollzieht sich die Metamorphose vom kiemenatmenden Wasserbewohner zum lungenatmenden Landtier in zwei bis fünf Monaten.

Als erwachsene Tiere sind Feuersalamander weitgehend unabhängig von Oberflächengewässern.

Sie führen ein verborgenes Dasein in Nischen von Höhlen, unter Totholz und Baumstümpfen, zwischen Felsen und Blockhalden sowie im Lückensystem des Bodens. Bei „Salamanderwetter“ – ca. 10°C und hoher Luftfeuchtigkeit – verlassen die Tiere zu fortgeschrittener Abenddämmerung ihre Tagesverstecke, um auf Nahrungssuche zu gehen.

Schutz gegen mögliche Fressfeinde bietet die gelbe Warntracht im Zusammenspiel mit einem giftigen Hautdrüsensekret. Bei äußerster Bedrohung kann das Sekret aus den Ohrendrüsen bis zu einem Meter weit verspritzt werden.

Feuersalamander sind standorttreu und können in freier Wildbahn über 20 Jahre alt werden.

Quelle: Artikel „Feuersalamander“ auf Wikipedia (Stand: 29.3.2024)