Die Population der Feldhasen ist in Deutschland insbesondere durch die intensive Landwirtschaft und den Lebensraumverlust stark zurückgegangen.

Von daher ist es gar nicht so leicht, diese zumeist dämmerungs- und nachtaktiven Tiere bei uns ausfindig zu machen und zu fotografieren.

Umso überraschter war ich, als ich von Weitem in der Abendsonne einen Hasen bei Horb-Bittelbronn auf einem saftig grünen Feld sitzen sah. Über eine Stunde pirschte ich mich voll getarnt am Waldrand an das Tier heran.

Lange blieb der Feldhase mit angelegten Ohren regungslos tief ins Gras gedrückt sitzen.

So war er für mich unsichtbar, und mit der Zeit zweifelte ich daran, ob er überhaupt noch da war. Doch dann kamen langsam seine Löffel zum Vorschein:

Als er sich in Sicherheit wähnte, kam schließlich der ganze Kopf zum Vorschein.

Und so gelang mir dieses Bild:

Als es bereits fast zu dunkel zum Fotografieren war und bessere Bilder des Feldhasen nicht mehr zu erwarten waren, kam plötzlich ein Rotfuchs am Rand des Feldes entlanggelaufen. Immer wieder blieb er stehen, blickte und lauschte in Richtung des Feldhasen. Dieser duckte sich aber wieder weg und blieb unentdeckt. Klarer Beweis, dass seine Strategie nicht die schlechteste ist.

Am folgenden Tag war ich gleich nochmal an dem Feld. Diesmal waren mehrere Feldhasen unterwegs, vermutlich eine Hasenmamma mit zwei Jungtieren. Anpirschen wäre diesmal zwecklos gewesen, und so beließ ich es bei ein paar eher dokumentarischen Bildern.