Für Rehe ist der Wald zweifelsohne einer der wichtigsten Lebensräume unserer Breiten.

Dies konnte ich während meiner fotografischen Projekten des Jahres 2024 immer wieder erleben.

So querte etwa nachfolgende Reh-Geiß mit ihrem noch recht kleinen Kitz Anfang Juni just jenen Dachsbau im Großen Hau, an dem ich mich für die dortigen Dachse bereits in Stellung gebracht hatte. Die Bedingungen waren ideal: herrliches Licht und leichter Gegenwind. Selten kann man in der freien Wildbahn Tiere so nah bewundern und fotografieren.

Oder jener Rehbock und jene Reh-Geiß mit ihrem Kitz, die ich in Heiligenbronn im Waldachtal beim dortigen fotografischen Ansitz für die Dachse immer wieder beobachten und gelegentlich fotografieren konnte:

Oder schließlich jener Reh-Bock und jene Reh-Geiß mit ihrem Kitz, die mich im Jahr 2024 über mehrere Monate im Kirkeler Wald während meines Versuchs begleiteten, Wildschweine zu fotografieren. Nachfolgend eine kleine Bilderserie, die dabei entstanden ist:

Das im Kalender abgedruckte Bild zeigt jenen zweijährigen Reh-Bock aus dem Kirkeler Wald. Das Bild entstand bei unserer ersten Begegnung Ende April 2024, als er sich gerade im Fellwechsel befand.

Für mich unverhofft trat der Bock auf die Lichtung. Vorsichtig bewegte er sich entlang deren Rand hin zur gegenüberliegenden Sulze, welche die Jäger dort angebracht hatten. Ausgiebig nahm er von dem Salz auf, das durch den Regen aus den Salzblock gewaschen worden und am Stamm entlang herunter geronnen war:

Ich muss wohl ein Geräusch oder eine Bewegung gemacht haben, welche die Aufmerksamkeit des Reh-Bocks erregte. Denn plötzlich stoppte er unverhofft und blickte direkt in meine Richtung. In dem Moment entstand das Bild im Kalender.

Leider war der Kabelbinder von der Sulze in einer für mich sehr ungünstigen Höhe angebracht. Zudem ragte dessen Ende direkt in das Gesichts des Tieres hinein. Mit wenigen Bearbeitungsschritten in Photoshop konnte ich das Bild aber „retten“.

BeforeAfter

Da ich mich in dem Moment, als der Bock mich beäugte, absolut regungslos verhielt, widmete er sich übrigens bald wieder der Sulze. Später zog er dann nach hinten weg.