Rehe halten sich gerne in hoch bewachsenen Beständen auf.

Als Bewohner von Waldrändern nutzen Rehe gerne hoch bewachsene Felder zum Äsen, Verstecken und Setzen ihrer Kitze. Der Frühblüher Raps ist dabei besonders beliebt und gibt eine tolle Kulisse für Bilder ab.

Getarntes Ansitzen im Feld hatte bisher nicht zum gewünschten Erfolg geführt.

Meine bisherige Strategie – getarnt im Rapsfeld auf ein Reh wartend – hatte zwar beim aller ersten Versuch um ein Haar funktioniert und anschließend ganz passable Bildergebnisse von Rehen am Raps erbracht. Doch Bilder eines Rehs im Raps wollten mir bisher nicht gelingen.

Es war ein windiger Abend Mitte April 2024 in Horb-Talheim. Die Rapsfelder standen schon in voller Blüte. Beste Voraussetzungen für eine neue Strategie: die Pirsch. Mit dabei diesmal eine recht neue Anschaffung: eine Wärmebildkamera.

Wärmebildkamera auf der Pirsch als Gamechanger.

Nur mit dieser war es mir überhaupt erst möglich, in der beginnenden Abenddämmerung das bestens getarnte Reh aus der Blühbrache in das Rapsfeld einsteigend zu sehen. Auch im Rapsfeld hätte ich das Reh mit bloßem Auge höchstwahrscheinlich gar nicht mehr gefunden. In Kombination mit dem starken Gegenwind als Geruchs- und Geräuschtarnung konnte ich mich dem Reh bis auf wenige Meter nähern und nachfolgende unbeschnittene Bilder eines Rehs im Raps anfertigen: