Waldameisen gehören wie die Bienen zu den staatenbildenden Insekten.

Sie leben in einer Gemeinschaft, für die eine umfangreiche Arbeitsteilung kennzeichnend ist.

Im deutschen Flach- und Hügelland sowie in den Mittelgebirgen finden wir vor allem drei hügelbauende Waldameisenarten:

Kahlrückige Waldameise (Formica polyctena)

Rote Waldameise (Formica rufa)

Wiesen-Waldameise (Formica pratensis)

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ausgeprägte dunkle Pigmentierung

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ausgeprägte dunkle Pigmentierung

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ausgeprägte Beborstung am Rücken

Äußerlich sind sich die drei häufigsten heimischen Waldameisenarten sehr ähnlich, eine Unterscheidung ist anhand Beborstungs- und Pigmentierungsmerkmalen möglich:

Gegenüber der Kahlrückigen Waldameise weisen die Rote und die Wiesen-Waldameise einen ausgeprägteren borstigen Rücken auf.

Gegenüber der Roten und der Kahlrückigen Waldameise weist die Wiesen-Waldameise eine ausgeprägtere dunkle Pigmentierung auf.

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weniger ausgeprägte dunkle Pigmentierung

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ausgeprägte Beborstung am Rücken

Auch in ihrer Lebensweise und in ihrem Verhalten zeigen sie zum Teil sehr große Unterschiede:

Dies gilt in besonderem Maße auch für die Standortansprüche. Während die Kahlrückige und die Rote Waldameise mäßig trockene bis mäßig feuchte Böden in Halbschattenlage mit wenig Bodenbewuchs und älteren Beständen bevorzugen, zeigt die Wiesen-Waldameise Vorlieben für trocken-warme Lebensräume wie verbuschte Trockenrasen, trockene Strauchheiden und warme Wiesenhänge. Sie kommt auch in dauerhaften Freiflächen vor und verträgt durchaus mäßigen bis starken Bodenbewuchs.

Rote Waldameisen kommen in zwei Formen vor:

Der monogynen Form mit einer Königin und maximal 500 000 Arbeiterinnen, einem Einzelnest und einer Lebensdauer von maximal 25 Jahren.

Der polygonen Form mit bis zu 500 Königinnen und Koloniebildung.

Quelle: Waldameisen. Bedrohte Helfer des Waldes, Heft 9 der Schriftenreihe „Naturschutz im Kleinen“, hrsg. von: Stiftung Landesbank Baden Württemberg: Natur und Umwelt, Stuttgart 2008.