Heuschrecken untergliedern sich in die Unterordnungen der Kurz- und der Langfühlerschrecken.

Wie unschwer zu erkennen ist, gehört die von mir abgelichtete Gemeine Sichelschrecke (Phaneroptera falcata) zu den Langfühlerschrecken.

Ihre Fühler sind etwa viermal länger als ihr Körper, der 12 bis 18 Millimeter erreichen kann.

Die Grundfärbung der Tiere ist grün, wobei der Rücken und die Beine auch einen rotbraunen Schimmer haben können. Der gesamte Körper ist sehr fein dunkel gepunktet.

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Legesäbel des Weibchens

Das Geschlecht der Tiere kann man am Hinterleib erkennen.

Die Weibchen haben einen in Seitenansicht sehr breiten, kurzen, fast rechtwinklig nach oben gebogenen Legesäbel.

Auf vorhergehendem Bild ist dieser gut zu erkennen.

Die Männchen haben lange und stark gekrümmte Cerci am Hinterleibsende.

Nachfolgendes Bild veranschaulicht die Cerci des Männchens. Zu sehen ist aber keine Gemeine Sichelschrecke, sondern eine Kurzflügelige Schwertschrecke (Conocephalus dorsalis), die auch zu den Langfühlerschrecken gehört.

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Cerci des Männchens

Die Gemeine Sichelschrecke ist eine der einzigen mitteleuropäische Sichelschrecken, die voll entwickelte Flügel aufweist.

Dabei sind die Vorderflügel etwa so lang, dass sie nach hinten gelegt etwas über das hintere Knie hinausstehen, die Hinterflügel sind noch ein gutes Stück länger.

Gemeine Sichelschrecken leben in sehr warmen Gegenden.

Finden kann man ausgewachsene Tiere zwischen August und Oktober u.a. auf verbuschtem Trockenrasen und in Sandgruben, ja selbst im gartenreichen Siedlungsbereich entlang des Rheintals, am Bodensee, im Rhein-Maingebiet, Niederrhein, Thüringer Becken und Leipziger Tieflandbucht.

Aufgrund ihrer guten Flugfähigkeit kann die Art neue Lebensräume gut besiedeln.

Die Bevorzugung warmer Habitate und gewisse Ausbreitungstendenzen lassen vermuten, dass diese Art von der Klimaerwärmung profitiert und sich weiter nach Norden/Nordosten ausbreiten wird.

Quelle des Textes: https://www.deutschlands-natur.de/tierarten/heuschrecken/gemeine-sichelschrecke/