Der Kolkrabe – Corvus corax – beherrscht eine Vielzahl unterschiedlicher Laute.

Meist läßt sich jedoch ein tiefes, gurgelndes „grrog“ vernehmen. Nachfolgend einige Tonaufnahmen zur Veranschaulichung:

Weltweit ist der Kolkrabe der größte Singvogel.

Seine Körperlänge von ca. 64 cm ist annähernd die eines Mäusebussards:

BussardKolkrabe

Die viel häufiger vorkommende Rabenkrähe ist mit einer Körperlänge von 45 – 49 cm übrigens deutlich kleiner.

Da man ja zumeist keinen direkten Größenvergleich hat, ist der Schnabel ein guter Indikator.

Dieser ist beim Kolkraben im Verhältnis sehr kräftig, leicht gebogen, mit weit befedertem Schnabelgrund und überstehender, kurzer Oberschnabelspitze.

RabenkräheKolkrabe

Beide Geschlechter des Kolkraben sind nahezu gleich – einheitlich schwarz – gefärbt, sowohl das Gefieder, als auch die Beine und Augen.

Die weiblichen Tiere weisen aber etwas weniger Metallglanz im Gefieder auf, als die männlichen:

1
2
1

weibliches Tier mit weniger Metallglanz im Gefieder

2

männliches Tier mit mehr Metallglanz im Gefieder

Mich haben die Kolkraben am winterlichen Greifvogelansitz sehr überrascht und beeindruckt.

Überrascht deshalb, weil ich mit ihnen gar nicht gerechnet hatte, und schon gar nicht in der großen Zahl – bis zu dreißig Individuen gleichzeitig.

Beeindruckt nicht nur wegen ihrer imposanten Statur, sondern auch wegen ihres Sozialverhaltens. Selbstverständlich gibt es auch bei ihnen eine klare Hackordnung (siehe das Video). Aber während bei den Bussard das dominante Individuum nur damit beschäftigt war, die anderen Bussarde – und zu Anfangs auch einzelne Kolkraben – abzuwehren, arbeiteten die Kolkraben geschickt zusammen und dominierten letztlich den winterlichen Greifvogelansitz nach Belieben. Nachfolgend ein kleines Video zur Veranschaulichung:

Der Flug des Kolkraben erfolgt mit langsam rudernden, kräftigen Flügelschlägen und vielen Gleitphasen.

Mit etwas Übung erkennt man einen fliegenden Kolkraben sogar rein akustisch an dem Geräusch der Flügelschläge.

Optisch ist der keilförmige Schwanz und der kräftige Schnabel erkennbar.

Quelle der Fakten zum Kolkraben: Artikel „Kolkrabe“ in der App „NABU Vogelwelt“