Als ich im Frühjahr 2025 auf meiner „Wildschweinkirrung“ im Kirkeler Wald (Saarpfalz) einen Vogelfutterspender aufhing, ahnte ich nicht, welch außergewöhnliche Beobachtungen mir dieser bescheren würde.
Ursprüngliches Ziel dieser Vogelfütterung war eine Ablemkungsfütterung. Denn nicht nur die Wildschweine werden magisch durch den Mais angezogen, sondern auch eine ganze Reihe von Singvögeln. Gegen die größeren unter ihnen wie etwa die Hohl- und Ringeltauben und die Eichelhähere lässt sich wenig ausrichten, so man, wie ich, mit einem Futterautomaten arbeitet. Schnell lernen diese, zu welcher Uhrzeit die Futterspendung erfolgt, und rücken kurz drauf in Scharen an, um sich dankbar an den am Boden verstreuten Maiskörner gütlich zu tun.
Die kleineren Singvögel wie die Maisen oder der Kleiber bedienen sich den ganzen Tag über freizügig direkt am Futterautomaten.
In der Summe geht da ganz schön was weg.
Genau für sie war die Ablenkfütterung mit ganzen Sonnenblumenkernen gedacht. Der Standort nahe meinem Versteck war natürlich bewußt gewählt als Zeitvertreib während langer Stunden des Wartens und als fotografischer „Beifang“ bzw. als „B-Roll“.
Buntspechte haben erstaunliche Fähigkeiten bei der Nahrungsbeschaffung.
So nutzt diese Buntspecht-Dame gezielt Hohlräume in Bäumen zum Aufhacken von Walnüssen.
Auch zum Öffnen von Sonnenblumenkernen wendet sie diese Technik an.
Wohin die Buntspecht-Dame mit ihrer „Beute“ durchstartete, konnte ich von meinem Versteck aus bereits hören.




