Der Gemeine Grashüpfer (Pseudochorthippus parallelus) ist eine häufige Kurzfühlerschrecke (Caelifera) aus der Familie der Feldheuschrecken (Acrididae).

In Mitteleuropa ist der Gemeine Grashüpfer eine der häufigsten Heuschreckenarten.

Seine Körperfarbe ist, wie bei vielen Vertretern der Unterfamilie Grashüpfer (Gomphocerinae) sehr variabel.

Häufig kommen grüne und braune Morphen vor, manchmal auch mit rötlichen oder lila Bereichen.

Die Körperlänge des Gemeinen Grashüpfers liegt zwischen 13 und 22 Millimeter. Sie dient bei der Unterscheidung der Geschlechter als eines der beiden Kriterien:

Die weiblichen Tiere sind deutlich größer als die Männchen.

Hat man keine Vergleichsexemplare vor sich, kann zur Bestimmung des Geschlechts das Verhältnis der Gesamtkörperlänge zur Fühlerlänge dienen: Beim Weibchen wirken die Fühler deutlich kürzer als beim Männchen.

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kurze Flügel des Weibchens

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verhältnismäßig kurze Fühler des Weibchens

Zweites Unterscheidungsmerkmal der Geschlechter ist die Flügellänge:

Die männlichen Tiere haben deutlich längere Flügel als die Weibchen.

Beide Geschlechter sind in der häufigeren brachypteren Morphe Flugunfähig.

Zur Veranschaulichung zeigt nachfolgendes Bild ein männliches Tier, allerdings keinen Gemeinen Grashüpfer, sondern einen Feldgrashüpfer (Chorthippus apricarius).

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lange Flügel beim Männchen

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verhältnismäßig lange Fühler beim Männchen

Die Männchen dieser Art kommunizieren wie alle Grashüpfer (Gomphocerinae) akustisch.

Der bis ca. 10 m deutlich hörbare „Gesang“ wird erzeugt, indem ein Sägekamm, der an der Innenseite der Hinterschenkel liegt, in gewissen Abständen an der Kante der Flügeldecke entlanggeführt wird. Beide Hinterschenkel werden dabei im Gleichtakt auf und ab bewegt, wobei jede Abwärtsbewegung eine Silbe des Gesangs erzeugt.

Beim normalen Gesang werden etwa fünf Silben pro Sekunde erzeugt (bei 26–30 Grad, bei kühler Witterung geht es etwas langsamer), insgesamt ca. 8-10 in einer Strophe. Die Strophen folgen in Abständen von 5–10 Sekunden aufeinander.

Der Rivalengesang, der im Wechsel mit in der Nähe (d. h. ca. 50 cm) befindlichen weiteren Männchen erfolgt, ist deutlich kürzer, schneller und hektischer.

Wie alle wechselwarmen Tiere ist auch diese Kurzfühlerschreckenart vorwiegend bei ausreichend hohen Temperaturen aktiv.

Gemeine Grashüpfer findet man in vielen Grünlandlebensräumen, an Wegrainen und Waldrändern.

Diese Art ernährt sich, wie die meisten Vertreter der Gattung, von verschiedenen Gräsern. Adulte Tiere findet man ab Juni (selten auch ab Mai) bis Anfang Oktober. Die Eier überwintern und die Nymphen schlüpfen ab April.

Quelle des Textes: https://www.deutschlands-natur.de/tierarten/heuschrecken/gemeiner-grashuepfer/